Multaka Bern

Geflüchtete zeigen das Museum

  • Thomas Tesfaghiorghis ist Archäologe und stammt aus Eritrea. Früher forschte er zum antiken Reich von Saba, heute untersucht er die Pfahlbauten vom Bielersee. Anhand archäologischer Funde aus dem Kanton Bern verdeutlicht er, dass Migration schon seit jeher zum Menschsein gehört.

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    Syam Yousufa kam aus Afghanistan in die Schweiz und ist angehender Hotelfachmann. Geschickt verwebt er Kindheitserinnerungen und Familiengeschichten mit den Objekten des Museums. Unterwegs reflektiert er seine Geschichte vom Aufbrechen und Ankommen – und fragt sich, warum Frauen ihm manchmal Angst einjagen.

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    Marzieh Hosseini ist Kunstmalerin aus dem Iran. Ob Zeichen auf einem altägyptischen Sarkophag oder Ölgemälde einer leichtbekleideten Haremsdame aus der persischen Kadscharenzeit – welche Botschaften sich in den Werken der Handwerker und Künstler vergangener Zeiten verbergen, entschlüsselt sie auf dem gemeinsamen Spaziergang durch das Museum.

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    Dania Murad ist Studentin und politische Aktivistin. Sie ist als Palästinenserin in Syrien aufgewachsen. Im Museum deckt sie Parallelen zwischen dem Schicksal und der Geschichte der Ureinwohner Nordamerikas und Menschen aus Palästina auf.

  • Farhad Haji ist Kurde und stammt aus Syrien. Er ist Jugendarbeiter und hat das Projekt «IntegrationsBrücke Bern» gegründet. Im Museum durchleuchtet er kritisch die Darstellung orientalischer Kultur und diskutiert über politische Mitbestimmung in seiner Heimat.

  • 2018–2020
  • Co-Initiatorin, Co-Projektleiterin, mit Annemarie Sancar
  • Kooperationsprojekt des Vereins «Multaka Bern» mit dem Bernischen Historischen Museum
  • www.bhm.ch/multaka

Menschen mit Fluchterfahrung werden zu Museumsguides ausgebildet. Sie begleiten die Gäste auf Spaziergängen durchs Museum. Die persönlichen Erfahrungen und neuen Blickwinkel auf aussereuropäische Sammlungsbestände ermöglichen neue Erkenntnisse. 

 

    Mit Kulturprojekten lebendige Traditionen vermitteln

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