Feckerchilbi 2016

Das traditionelle Kulturfest der Jenischen

  • Rede Bundesrat Alain Berset – Anerkennung der Jenischen und Sinti als nationale Minderheiten

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    Bundesrat Berset und Stadtpräsident Tschäppät mit Daniel Huber, Präsident der Radgenossenschaft (Foto: Berner Zeitung/Keystone)

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    Besuch von Bundesrat Alain Berset an der Feckerchilbi 2016

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    Konzert mit Counousse im Festzelt

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    Debatte am Freitagabend: «Wir campieren nicht, wir wohnen.»

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    Wanderausstellung der Radgenossenschaft «Deine unbekannten Nachbarn; das Volk der Jenischen und die Sinti»

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    Schweizermeisterschaft im Bootschnen, dem traditionellen Wurfspiel der Jenischen (Bild: Adrian Moser)

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    Stimmungsbild von der Feckerchilbi 2016, auf der Schützenmatte in Bern

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    Spontanes Konzert von Roma-Musikanten an der Feckerchilbi 2016 (Bild: Adrian Moser)

  • Dokumentation Feckerchilbi 2013 auf dem Helvetiaplatz in Zürich, von Schäft qwant

  • 15.–18. September 2016, Schützenmatte Bern
  • Projektleitung, Kommunikation, Fundraising
  • Mandat von Radgenossenschaft der Landstrasse, Schäft qwant, Cooperation jenische Kultur
  • www.feckerchilbi.ch

Die Feckerchilbi ist ein Jahrmarkt – zugleich ein Ort der Begegnung und ein Anlass für politische Debatten. Es erwartet Sie ein grosses Fest mit Festzelt, Musik, Feuer und Markt auf einem Areal voller Wohnwagen.

Im September 2016 fand die «Feckerchilbi» erstmals in Bern statt, um die Bedeutung der Bundeshauptstadt auch für die Jenischen und Sinti zu unterstreichen. Es bot sich so die Möglichkeit, das 40-jährige Jubiläum der «Radgenossenschaft der Landstrasse» an deren Gründungsort im Berner Restaurant Bierhübeli zu feiern.

Ein wichtiger Moment war die Eröffnungsrede von Bundesrat Alain Berset am 15. September 2016. Er würdigte den Beitrag von Kultur und Sprache der Jenischen und Sinti an das Schweizer Miteinander und versicherte, dass die Schweiz die Verpflichtung hat, die Kultur der Jenischen und Sinti zu fördern und die fahrende Lebensweise zu ermöglichen. Schliesslich erklärte er ausdrücklich, dass «Fahrende» als alleiniger Sammelbegriff untauglich sei und in Zukunft Jenische und Sinti gemäss ihrer Eigenbezeichnung benannt werden sollten. Damit anerkannte Bundesrat Alain Berset die Forderung nach Selbstbezeichnung. Noch bedeutsamer war seine Aussage: «Sie – Jenische, Sinti – sind als nationale Minderheit anerkannt.» Diese Anerkennung als kulturelle Minderheiten der Schweiz wurde von den anwesenden Betroffenen, den Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen der Jenischen und Sinti, mit Genugtuung und Freude aufgenommen – auch die Medien berichteten ausführlich.

Das Kulturprogramm zur Feckerchilbi 2016 wurde zusammen mit der Grossen Halle, dem Kino in der Reitschule und dem Verein StattLand erarbeitet, für die Infrastruktur auf der Schützenmatte gab es eine Kooperation mit NEUstadt-lab und Boui-Boui.

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